Ideenwettbewerb für politische Partizipation

Ideenwettbewerb und Open-Air-Festival

Im Freistaat Bayern gibt es bereits gute Strukturen in Städten und Landkreisen, die Jugendlichen wirkungsvolle und gelebte Partizipation in den unterschiedlichen Lebensbereichen ermöglichen.

Drei gute Beispiele, wie Partizipation gelingt: Augsburg, Nürnberg und Rosenheim: In den Städten sowie ländlichen Regionen gibt es ausgezeichnete Angebote für Jugendliche, sich zu beteiligen.

Mitbestimmung in Augsburg

In Augsburg entsteht ein neues Stadtviertel: Haunstetten Südwest. Hier sollen einmal 10 000 Menschen leben und 5 000 Arbeitsplätze entstehen. Es ist das größte Wohnbauvorhaben in Augsburg. 2017 hat man sich entschieden, ein neues Stadtviertel zu entwickeln und alle Bewohnerinnen und Bewohner an der Planung zu beteiligen, so auch Kinder und Jugendliche, ganz im Sinne von Oberbürgermeisterin Eva Weber. Denn bis alles fertig ist, können noch rund 30 Jahre vergehen. Alleine deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen heute schon mitbestimmen, wie es einmal aussehen wird, denn sie sind es, die dort vielleicht eines Tages leben.

© Rawpixel, iStock

Konzept, wie Mitbestimmung gelingen kann

Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hat der Stadtjugendring Augsburg ein Partizipationskonzept für eine „jugendgerechte Kommune Augsburg“ erstellt. An der Ausarbeitung waren neben dem Stadtjugendring (SJR) auch verschiedene Institutionen der Stadt Augsburg beteiligt. In dem Konzept wird gefordert, dass Beteiligung für alle Kinder und Jugendliche möglich gemacht werden soll. Die Angebote sollen vielfältig und leicht zugänglich sein. Gemeinsam werden Ziele festgelegt. Zum Beispiel sollen Entscheidungsräume klar benannt werden, auch soll ein gemeinsames Beteiligungsnetzwerk entstehen. Du willst mehr dazu wissen? Hier informiert dich der Stadtjugendring Augsburg.

In Nürnberg wird es „laut!“

Das Projekt „laut!“ zur politischen Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Nürnberg ist ein Kooperationsprojekt des Jugendamtes der Stadt Nürnberg, des Kreisjugendrings und des Medienzentrums Parabol. „laut!“ bietet verschiedene Formen der Beteiligung für Jugendliche. Es gibt regelmäßige Vor-Ort-Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein Open-Air-Festival, das einmal im Jahr auf die Beine gestellt wird. Unter anderem gibt es auf dem Festival ein Politcafé. Junge Leute können sich im Politcafé mit den Nürnberger Stadtpolitikern über ihre Anliegen austauschen. Außerdem gibt es kreative Angebote wie eine Siebdruck-Station, aber auch Cocktails, Musik und eine Skate- und Parcoursshow.

Schau dich mal um: https://laut-nuernberg.de/

© Mascha Tace, Shutterstock

#myvision im Landkreis Rosenheim

Dass Mitbestimmung nicht nur in großen Städten gut läuft, sondern auch in ländlichen Regionen, zeigt zum Beispiel der Landkreis Rosenheim. Der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim ist mit „#myvision“ etwas gelungen, was bundesweit mit Aufmerksamkeit verfolgt wird. Das „Rosenheimer Modell“ besteht inzwischen aus zwei Säulen: Im jährlichen Wechsel gibt es eine zentrale 3-tägige Jugendkonferenz und 4 dezentrale eintägige Jugendforen.

In einem Jahr eine zentrale Konferenz, im nächsten vier Jugendformen

Zur 3-tägigen Jugendkonferenz kommen Jugendliche aus dem gesamten Landkreis zusammen. Um aber mehr Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, ihre Anliegen öffentlich zu machen, werden nun alle zwei Jahre statt der zentralen Konferenz 4 eintägige Jugendforen durchgeführt – verteilt im Landkreis.

Jugendliche entwickeln Vorschläge

Bei diesen Treffen erarbeiten Jugendliche Vorschläge und Änderungswünsche, wie zum Beispiel: mehr Radwege, mehr geeignete Orte, an denen junge Leute sich treffen können, oder günstigere Busfahrscheine für Jugendliche. Zudem überlegen sie gemeinsam, wie sie selbst einen Beitrag dazu leisten können, dass ihre Orte lebenswerter werden. Die Ideen, Wünsche und Vorschläge werden am Ende der jeweiligen Treffen dem Landrat des Landkreises Rosenheim, einigen Bürgermeistern und Jugendbeauftragten der Städte und Gemeinden und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Landratsamt sowie den Gemeindeverwaltungen präsentiert.

Hier gibt es weitere Informationen zu den Beteiligungsmöglichkeiten im Landkreis Rosenheim.

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